dieses
lied eröffnete mir vor einem knappen jahr ungeahnte pforten. ich hatte
noch nie zuvor ein lied gehört, das soviel postive energie und
agressivität gleichzeitig freisetzt und in einem hervorruft ohne dabei
in gebolze oder geschredder auszuarten. das "pulmonale bogenschiessen"
war für mich der anfang mich mit bands wie thursday, atreyu, unearth
oder eben jenen alexisonfire zu beschäftigen.
das lied ist einfach weltklasse in alle belangen. der melancholische
rumgebrummel am anfang, die steigerung ins harte und dann der wechsel
zwischen dem cleanen gesang von wade preston (saugeiler chorus
übrigens) und dem gekotze von zappelphillip george logan. überragendes
lied, das ich zu jeder stimmungslage und tageszeit hören kann.
war noch erschwerend hinzu kommt ist, das absolut stimmige und super atmosphärische video...unbedingt mal runterladen.

titel: pulmonary archery
interpret: alexisonfire
album: alexisonfire
ein
wunderschönes lied von einer "neueren" band, die langsam aber sicher zu
meinem favorit wird. das lied lebt vor allem von dem mitreißendem
gesang. ganz new jersey typisch wird klassischer gitarrenrock mit
gehauchten, plötzlich aggro schreiende vocals verbunden...ich weiß, so
klingen viel bands im moment. aber nur wenige, oder besser gesagt fast
keine erreicht die klasse von thursday. sind natürlich bei victory
records unter vertrag (wo auch sonst?) ich hab das lied immer im sommer
gehört als ich in einer großen fabrik gearbeitet hab und nachts (ich
sage bewusst nicht "morgens") um 4 uhr angefangen hab. als ich dann da
mitten in der nacht hingefahren bin und das lied gehört habe, hab ich
mich total gut und wohl gefühlt. aber nur so lange bis es vorbei war
und ich anfangen musste. 10 stunden an einem drecksfließband.
am besten gefällt mir die stelle, wenn geoff rickly (geile zahnlücke, junge!) "our last goodbye, so
push your seats back a little further, roll your window down..."
singt...ganz große gefühle. super starkes lied.

Interpret: Thursday
Album: Full Collapse
Jahr: 2001
diese
rubrik war lange still gelegt. und mein kritisches ohr war schuld
daran. ich will ab jetzt nicht mehr ganz so kritisch sein, denn die
bisherigen hier aufgeführten lieder bleiben sowieso unerreicht.
hier will ich euch einfach nur zeigen welche lieder mich immer begleiten oder begleitet haben.
Opeth
sind eine Ausnahmeband. Es gibt nur wenige Bands die alle Extreme des
Metals so ausreizen können. Und bei noch wenigeren klingt es so
selbstverständlich und unaufgesetzt. Die Musik von Opeth gleicht einem
Fluss mit starker Strömung: natürlich, fliessend und mitreissend. Es
ist mir demnach fast peinlich, das es erst jetzt ein Opeth Track den
Weg in diese Rubrik findet, und dann auch gleich ein Lied, welches mir
so sehr ans Herz gewachsen ist und mir persönlich so viel bedeutet wie
dieses.

Das Lied
ist für mich wie eine Art Selbstreinigungsprozess. Es berauscht mich
wie eine Flasche Wodka und 1 Packung Fluctin forte.Es spült einen
aus,danach fühlt man sich neu und lässt alles hinter sich. Es ist
einfach vertonte Melancholie, die geräuschgewordene Traurigkeit, die
einen an diesem Lied so fesselt. Dieser sich tief in die Seele
brennende Text, dieser Schmerz, den man beim Hören spürt. Alles
fasziniert mich daran. Mir selbst bedeutet das Lied sehr viel.
Vielleicht am meisten von all den aufgelisteten Lieder hier. Ich kann
mich am meisten mit "To Bid You Farewell" identifizieren. Ich habe so
schöne Erinnerungen an dieses Lied. Habe schon allesmögliche in seiner
Begleitung getan. Natürlich nicht nur positives, aber gerade diese
Zerissenheit fesselt mich so. Diese Todessehnsucht und die gleichzeitig
neu wachsende Hoffnung. Es quält einen, doch zugleich kann man sich
nicht davon losreißen, weil einen diese anmutendeSchönheit so
fasziniert. Bis jetzt hab ich noch keinen Menschen getroffen, dem
dieses Lied soviel bedeutet wie mir. Es wäre schon wenn es passieren
würde. Um meine Ode abzuschliessen hier noch meine favorisierte
Textsequenz:
"I stand motionless
In a parade of falling rain
Your voice I cannot hear
As I am falling again"
Titel: To Bid You Farewell
Interpret: Opeth
Album: Morningrise
Jahr: 1996
Zeit: 10:54
Das
Ausmaß seines eigenen guten Musikgeschmacks erkennt man an der Anzahl
der King Crimson Alben im heimischen CD-Regal. Etwas Obskurität und
Unzugänglichkeit sind genauso Teil des einzigartigen King Crimson
Sounds wie die unerreicht träumerischen Arrangements und die meterdicke
magisch-mythische Stimmung, die den Raum förmlich durchflutet.
Das King Crimson heute noch Musik machen (welche andere Progrock Band
aus den Siebzigern außer Rush kann das noch behaupten) zeigt den
enormen künstlerischen Anspruch, die Vision dieser Band, die auch vor
wilden Fusion Ausflügen oder abgefahrenen, ellelangen Folkpassagen
nicht halt macht. Ich kann leider nicht mit allen Veröffentlichungen
der Band etwas anfangen, zu obskur tönen die Burschen um Mastermind
Robert Fripp manchmal daher.

"In The
Wake Of Poseidon". Welch Titel !! Welch Text !! Welch Instrumentierung
!! Welche Inhalt !! Welch warmer Klang !! Welch Gefühle !! Welch
Erhabenheit!! Mir fehlen diesmal wirklich die Worte um dieses
magische Lied treffend zu beschreiben. Mein Kopf füllt sich mit viel zu
viel Emotionen wenn ich an dieses Lied denke. Irgendwie ist es ein Teil
von mir... hab ich es vielleicht geschrieben? Bin ich Robert Fripp?
Anleitung:
1. Badewanne vollmachen.
2. Bier holen.
3. Licht aus.
4. Kerzen an.
5. Lied hören.
6. Abtauchen!!
Titel: In The Wake Of Poseidon (including Libra's Theme)
Künstler: King Crimson
Zeit: 7:47
Jahr: 1970
Black
Sabbath sind die umunmstrittenen Rockikonen. Ihren exorbitanten Status
verdanken sie aber nicht nur Jahrhundertsongs wie "War Pigs", "Sweet
Leaf" oder "Paranoid", sondern eben auch den etwas
obskureren Liedern, die in regelmäßigen Abständen auf den "Ozzy-Alben"
zu finden waren. Experimentierfreudigkeit und Innovationsgedanken waren
im immer ein Teil von Black Sabbath (bis Dio kam). "Alles in Maßen" war
die Devise. Die rockigen, doomigen und dunklen Aspekte standen trotzdem
immer im Vordergrund und wurden geschickt mit eben diese
experimentellen Ideen angereichert.

Von
allen Liedern in dieser Kategorie, bedeutet mir "Planet Caravan" vom
1970er Meilenstein "Paranoid" persönlich am meisten. Ich bin mir nicht
sicher ob je ein emotionaleres, besseres und melancholischeres Lied als
die "Planetenkarawane" geschrieben wurde, zumindest kann ich zu keinem
Lied besser entspannen, träumen oder einfach nur gedanklich diesen
Planeten verlassen. Und genau, das hat dieses Lied im Sinn: Es ist ein
Trip. Keine Ahnung was für ein Trip, vielleicht LSD, vielleicht Koks,
vielleicht aber auch nichts davon. Eine kosmische Erfahrung jedenfalls,
jenseits von Angst, weit weg von Hass und Gewalt, lichtjahre entfernt
von Sorgen. Einfach nur pure Liebe. Die Essenz der Existenz, könnte man
sagen. Dieses Lied muss auf Drogen geschrieben worden sein, anders kann
ich mir diese hohe Kunstform nicht erklären. Die Stimmung, die das Lied
erzeugt, der Text, den ich vergöttere, das spartanische Gitarrensolo,
das cooler und tighter ist als alles anderes, die gefühlvollen
Gitarrenlicks, die die besten sein Neil Youngs "Cowgirl In The Sand"
sind, der hypnotische Gesang Ozzys und die atmosphärische
Percussioneffekte und Trommeln, als das zusammen ergibt eine
unbeschreiblich magische Atmosphäre, wie sie angenehmer und kosmischer
nicht sein könnte. Das Lied ist eine Erfahrung.
Titel: Planet Caravan
Künstler: Black Sabbath
Zeit: 4:24
Jahr: 1970
ps: Ebenfalls erwähnenswert ist die Coverversion von Pantera, die sie
für ihr "Far Beyond Driven" Album einspielten. Dazu drehten sie auch
ein Video, das all diese Ideen perfekt umsetzt. Klasse!
Was
fällt mir zu der Band ein? Im Vergleich zu den anderen hier genannten
Acts ehrlich gesagt nicht viel. Guter, solider Bay-Area Trash, der
allerdings nichts Epochales an sich hat. Bodenständig, aber nichts
Weltbewegendes. Trotzdem ist der zehnminütige Titeltrack des
gleichnamigen Albums eine "ultra gewaltige" Rifforgie, die ihres
gleichen sucht. Selbst die eigentlichen Bay-Area Größen wie Metallica,
Exodus oder Forbidden haben einen solch gewaltigen Orkan nicht zu
schreiben vermocht.

Was
als leichter Iron Maiden Rip-Off beginnt entpuppt sich als längstes
Riff-Feuerwerk des melodischen Trash Metals. Hier wird einem ein
rasiermesserscharfes, das Trommelfell zersägende Power-Riff nach dem
anderem serviert, so das selbst dem hartgesottensten Banger das Hören
und Sehen vergeht. Dazu kommen eine Highspeedsoli die selbst Yngwie
nicht besser hingekriegt hätte. Leck mich am Arsch hier wird geklotzt
nicht gekleckert. Einziges Manko: die Produktion ist etwas dünn
geraten, ist aber vielleicht auch besser so, bei einem druckvolleren
Sound würde einem vielleicht der Schädel platzen... GEIL !!!
Titel: The Ultra - Violence
Künstler: Death Angel
Zeit: 10:33
Jahr: 1987